Five young journalists write about Auschwitz.
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Normal in Auschwitz leben

Der Zaun um Birkenau ist hoch. An seinem oberen Teil gibt`s Stacheldraht. Wenn man am Opferdenkmal steht, sieht man durch diesen Stacheldraht Häuserdächer, die sich in der Nähe befinden.

Ich weiß nicht, wie man so nah am Konzentrationslager leben kann. So nah an einem Ort, wo solche Sachen passierten.- wundert sich Karolina, 18, die Schülerin einer Oberschule in Oswiecim. Ich könnte es sicher nicht machen. Wenn ich sie nach der Geschichte frage, antwortet sie: Man spricht nicht darüber. Erst dann, wenn es irgendeinen Jahrestag des Lagers gibt. Auβerdem lebt man normal. Normal, also die Schule, das Haus, manchmal auch Spaβ. Aber eigentlich nur die Jüngeren genieβen die Zeit. Und sie haben auch Platz dafür, weil es in der Stadt auch Diskos und Pubs gibt. In der Nacht beginnt die Stadt zu leben. Diskos sind hier so, wie überall.

Nur einmal, als ich in Richtung des Zentrums ging, traf ich eine Gruppe von Jungen, an denen man leicht erkennen konnte, dass sie betrunken waren. Sie sangen eine Melodie: Brown girl in the rain einfach so: Auschwitz Birkenau, scha la la la la. Danach ist es still. Jeder geht in seine Richtung.

Die Einwohner von Oswiecim haben an der ganzen Nachkriegszeitgeschichte von Auschwitz am schlimmsten gelitten. – schreibt Agnieszka Sabor in einem Artikel „Gekennzeichnete Stadt” . Die Neugestaltung der Umgebung um das Lager ist  eine moralische Verpflichtung. Aber ist es wirklich schwierig die Unruhe der Menschen, denen vor Jahren Parzellen im Gebiet zwischen Oswiecim und Auschwitz zugeteilt wurden, zu verstehen?


 Anna M. Potrzeszcz

Übersetzung: Dominika Antosz(nantosz@wp.pl)


poniedzia³ek, 05 lutego 2007, interjournalists

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