Five young journalists write about Auschwitz.
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Wie ein großer Friedhof

Wenn ich durch das Gelände des Konzentrationslagers in Auschwitz gehe, begleitet mich die unaufhörliche Stille, der leichte Windstoβ. Am Himmel gibt es ständig Wolken zu sehen. Im Kopf sammelt sich die Unmenge von Gedanken, die mich drücken und zu den Reflexionen bewegen. Es tauchen immer wieder neue Fragen auf, auf die mir sowieso keiner eine Antwort gibt.

Während ich so durch das Lager gehe, habe ich den Eindruck, dass dies gröβte und der anonymste Friedhof von allen Friedhöfen ist. Genau hier kamen unschuldige Menschen ums Leben, Mütter verloren ihre Kinder, Frauen ihre Männer. Genau hier starben ganze Familien. Um zu überleben, mussten sie mit eigenen Schwächen kämpfen… Jetzt herrscht hier eine unaufhörliche Stille. Die Besucher scheinen abwesend zu sein, in ihren Gedanken verloren. Bei manchen sind Tränen zu sehen.

Schön ist, dass die Leute Empfindlichkeit diesem Ort gegenüber zeigen. Es ist schön, dass wir ihm die Achtung schenken, die er verdient. Dank dem Besuch hier sollten wir zu schätzen wissen, dass wir leben können, dass wir frei sind und dass niemand uns die Menschlichkeit wegnimmt.

Sorgen wir deswegen dafür, dass dieser Ort und die Geschichte dieser Menschen nie aussterben!

Anna Malinowska

Übersetzung: Dominika Antosz(nantosz@wp.pl)

 

poniedzia³ek, 05 lutego 2007, interjournalists

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