Five young journalists write about Auschwitz.
wtorek, 13 lutego 2007
Co powiedzia³by nam obóz, gdyby móg³ mówiæ?

Co powiedzia³by nam obóz, gdyby móg³ mówiæ?

Czy opowiedzia³by nam o ogromnym cierpieniu ludzi, którzy kiedy¶ byli w nim wiêzieni? Czy opowiedzia³by nam o kobietach, które ze strachu i by chroniæ dzieci, chowa³y je w latrynach pe³nych odchodów? A mo¿e opowiedzia³by nam o mê¿czyznach, którzy zagazowali tysi±ce ludzi, a którzy wieczorami byli przyk³adnymi mê¿ami i dobrymi ojcami?

A mo¿e to wszystko zostanie przemilczane? A mo¿e obóz opowie nam o piêknych momentach spêdzonych w nim?

Czy opowie nam tak¿e o milionach ludzi, którzy po wojnie odwiedzili to miejsce i którzy po tym wszystkim nie byli ju¿ tymi samymi lud¼mi?

Oboz potrafi mówiæ. S³ysza³em go. Ale ¿eby go us³yszeæ potrzebujemy wiêcej ni¿ tylko jednej szybkiej wizyty tam na miejscu. ¯eby us³yszeæ obóz potrzebujemy ciszy i spokoju. Nie powinni¶my i¶æ z ¿adn± grup±, któr± przewodnik zasypuje godnymi poznania faktami, ale te¿ tymi niezbyt istotnymi. Zamiast tego powinni¶my chodziæ po obozie i poddaæ siê bezwolnie tej chwili. Powinni¶my po¶wiêciæ wiêcej czasu my¶lom i ws³uchiwaniu siê. Co opowiedz± nam ruiny krematorium? A co drewniane i murowane baraki? Kilometrowy drut kolczasty, latryny, ulice, szyny kolejowe, co one nam powiedz±?

Nie chcê powiedzieæ nic z³ego o oprowadzaniach po obozie. One s± wa¿ne, stawiaj± nam przed oczyma zgrozê obozu, odpowiadaj± na pytania i przyczyniaj± siê do naszej edukacji. Jednak nie przyczyniaj± siê w du¿ym stopniu do emocjonalnego wyja¶nienia i do zrozumienia tego wszystkiego. A mo¿e tego nie chc±?

Ludzie biegaj± w po¶piechu po obozie, „zaliczaj±c” kolejny obiekt na li¶cie, który chc± koniecznie zobaczyæ. Wracaj± do autobusu, z którego przedtem zostali „wypchniêci”.

Mo¿e powinni¶my byæ po prostu spokojni i przys³uchiwaæ siê.

„To wszystko wydarzy³o siê tylko i dlatego, ¿e wszyscy odwrócili wzrok“, to powiedzia³ do mnie obóz.

A co powiedzia³ obóz do Ciebie?

                            

Ralph Pache

Übersetzung: Ela Pasternak, Dominika Antosz (nantosz@wp.pl)

                  

20:56, interjournalists , Teksty po polsku
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Was würde uns das Lager sagen, wenn es sprechen könnte?

Was würde uns das Lager sagen, wenn es sprechen könnte?

Würde es von dem unglaublichen Leiden der Menschen erzählen, die in ihm einmal eingesperrt waren? Würde es uns davon erzählen, dass Frauen ihre Kinder in den mit Fäkalien gefüllten Latrinen versteckt haben, aus Angst die Kinder würden ansonsten gequält werden? Oder davon erzählen wie die Männer, die tagsüber tausende von Menschen vergasten ihren Frauen ein guter Ehemann und ihren Kindern ein guter Vater waren?
Oder würde es all das gar nicht zur Sprache bringen, sondern würde uns lieber von den schönen Momenten im Lager erzählen?
Würde es uns auch von den vielen Millionen Menschen erzählen, die es  seit dem Kriegsende besucht haben, die nach ihrem Besuch nicht mehr die selben Menschen waren, als die sie hergekommen waren.

Das Lager kann sprechen. Ich selbst habe es gehört. Doch wir brauchen mehr als einen gehetzten Besuch um es zu hören. Um das Lager hören zu können brauchen wir Ruhe. Wir dürfen kein Teil einer Gruppe sein, die von ihrem Führer mit allen möglichen wissens- und unwissenswerten Fakten überschüttet wird.
Stattdessen sollten wir im Lager herumlaufen, uns treiben lassen. Zeit in das Denken investieren, in das Gedankenstreifenlassen, in das Zuhören.
Was erzählen einem die Ruinen der Gaskammern? Was die Holz- und die Steinbaracken? Was die kilometerlangen Stacheldrahtzäune, die Latrinen, die Straßen, die Eisenbahnschienen.

Sicherlich möchte ich nichts gegen die Führungen durch das Lager an sich sagen. Sie sind wichtig und bringen uns das Grauen des Lagers vor Augen, klären offene Verständnisfragen, tragen zur Wissensbildung bei. Doch weder zur emotionalen Klärung, noch zum Verständnis des Großen Ganzen können sie besonders viel beitragen. Vielleicht wollen sie das ja auch gar nicht.

Dennoch hetzen Gruppen von Menschen durch das Lager, machen ein Häkchen auf Ihrer Liste der Dinge, die sie gerne sehen wollten und rennen zurück zu ihrem Bus, der sie zuvor in hunderten ausgespuckt hatte.

Vielleicht sollten wir einfach ruhig sein und dem Lager zuhören.

„Das hier konnte nur passieren weil alle weggeschaut haben.“, das hat das Lager zu mir gesagt.

Was hat es zu Dir gesagt?

Ralph Pache

20:51, interjournalists , Ralph Pache
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poniedzia³ek, 05 lutego 2007
Normal in Auschwitz leben

Der Zaun um Birkenau ist hoch. An seinem oberen Teil gibt`s Stacheldraht. Wenn man am Opferdenkmal steht, sieht man durch diesen Stacheldraht Häuserdächer, die sich in der Nähe befinden.

Ich weiß nicht, wie man so nah am Konzentrationslager leben kann. So nah an einem Ort, wo solche Sachen passierten.- wundert sich Karolina, 18, die Schülerin einer Oberschule in Oswiecim. Ich könnte es sicher nicht machen. Wenn ich sie nach der Geschichte frage, antwortet sie: Man spricht nicht darüber. Erst dann, wenn es irgendeinen Jahrestag des Lagers gibt. Auβerdem lebt man normal. Normal, also die Schule, das Haus, manchmal auch Spaβ. Aber eigentlich nur die Jüngeren genieβen die Zeit. Und sie haben auch Platz dafür, weil es in der Stadt auch Diskos und Pubs gibt. In der Nacht beginnt die Stadt zu leben. Diskos sind hier so, wie überall.

Nur einmal, als ich in Richtung des Zentrums ging, traf ich eine Gruppe von Jungen, an denen man leicht erkennen konnte, dass sie betrunken waren. Sie sangen eine Melodie: Brown girl in the rain einfach so: Auschwitz Birkenau, scha la la la la. Danach ist es still. Jeder geht in seine Richtung.

Die Einwohner von Oswiecim haben an der ganzen Nachkriegszeitgeschichte von Auschwitz am schlimmsten gelitten. – schreibt Agnieszka Sabor in einem Artikel „Gekennzeichnete Stadt” . Die Neugestaltung der Umgebung um das Lager ist  eine moralische Verpflichtung. Aber ist es wirklich schwierig die Unruhe der Menschen, denen vor Jahren Parzellen im Gebiet zwischen Oswiecim und Auschwitz zugeteilt wurden, zu verstehen?


 Anna M. Potrzeszcz

Übersetzung: Dominika Antosz(nantosz@wp.pl)


13:30, interjournalists , Texte auf Deutsch
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Wie ein großer Friedhof

Wenn ich durch das Gelände des Konzentrationslagers in Auschwitz gehe, begleitet mich die unaufhörliche Stille, der leichte Windstoβ. Am Himmel gibt es ständig Wolken zu sehen. Im Kopf sammelt sich die Unmenge von Gedanken, die mich drücken und zu den Reflexionen bewegen. Es tauchen immer wieder neue Fragen auf, auf die mir sowieso keiner eine Antwort gibt.

Während ich so durch das Lager gehe, habe ich den Eindruck, dass dies gröβte und der anonymste Friedhof von allen Friedhöfen ist. Genau hier kamen unschuldige Menschen ums Leben, Mütter verloren ihre Kinder, Frauen ihre Männer. Genau hier starben ganze Familien. Um zu überleben, mussten sie mit eigenen Schwächen kämpfen… Jetzt herrscht hier eine unaufhörliche Stille. Die Besucher scheinen abwesend zu sein, in ihren Gedanken verloren. Bei manchen sind Tränen zu sehen.

Schön ist, dass die Leute Empfindlichkeit diesem Ort gegenüber zeigen. Es ist schön, dass wir ihm die Achtung schenken, die er verdient. Dank dem Besuch hier sollten wir zu schätzen wissen, dass wir leben können, dass wir frei sind und dass niemand uns die Menschlichkeit wegnimmt.

Sorgen wir deswegen dafür, dass dieser Ort und die Geschichte dieser Menschen nie aussterben!

Anna Malinowska

Übersetzung: Dominika Antosz(nantosz@wp.pl)

 

13:27, interjournalists , Texte auf Deutsch
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Wir sind alle Flüchtlinge

Stacheldraht, Wächter, die Angst einjagen. Dass der Häftling einfach weiß, dass es aus dem Lager keinen Ausweg gibt. Wenn ja, dann nur durch den Kamin, so scherzten immer SS-Leute.hhh

Die Liebe

Trotzdem floh man. So wie Mala und Edek. Jung und ineinander verliebt. Sie war eine Jüdin und er ein Pole. Sie flüchteten verkleidet. Man konnte nicht zulassen, dass die langen Haare das Geheimnis verraten. Sie überschritten das Lagertor, aber nicht für lange Zeit. Sie wurden bald gefangen. Danach kamen Qualen und schlussendlich der Tod.

Manche von den Häftlingen sagten, dass es dank der Liebe möglich war, das Lagerstor zu überschreiten- erzählt Ewelina Matusz, Museumsführerin. Natürlich aber nicht wortwörtlich. Nur so weit, dass man daneben und nicht in der Mitte der Hölle sein konnte.

Aus den Berichten der ehemaligen Häftlinge wissen wir, dass Mala sehr oft erzählte, dass sie liebt und geliebt ist- erzählt weiter Matusz. Sie war glücklich. Sie hoffte, dass ihnen gelänge, wegzukommen und ein normales Leben zu führen. Zusammen gegen die Todesmaschine, gegen das Konzentrationslager.

Das Denken

Um aus dem Lager fliehen zu können, musste man eine Gelegenheit haben. Es war wichtig, dass man seine Arbeit außerhalb des Lagers verrichtete. Es ging um technische Möglichkeiten, die aber nicht jeder hatte. Doch, wir dachten über die Flucht, gibt Kazimierz Smolen zu, einer der ehemaligen Häftlinge vom Lager Auschwitz-Birkenau. Aber man begnügte sich mit dem Gedanken...

Die Musik

Aber wie soll man flüchten, wenn man ständig unter Aufsicht ist oder wenn man im Lager irgendeine Funktion erfüllte. Ein Beispiel dafür ist die Musik der Auschwitz- Kapelle. In diese Gruppe kamen immer wieder neue Personen, z.B. die Dirigenten: Franz Nierychlo und Adam Kopycinski.

Bis zum Jahre 1941 wusste niemand, dass so ein Orchester irgendwann bestehen würde, schreibt Ignacy Szczepanski in seinem Buch „Häftlings- Kapelle“. Niemand dachte in seinen kühnsten Träumen daran, dass dieses Orchester in voller Besetzung bestehen wird. Unvorstellbar war auch, dass so viele berühmte Personen dort spielen würden. Es waren Leute da, die am Fagott, Schlagzeug, Klavier und an der Geige gespielt hatten. Sie traten als eine Gruppe auf, meistens, um den SS-Leuten Freude zu bereiten. Im Buch von Szczepanski liest man folgendes über den Sinn dieser Kapelle: der groβe musikliebhabende Mäzen Szumanski aus Krakau sagte oft: „die Deutschen haben da alles mit dem Stacheldrahtzaun umgeben und schauten, dass niemand flieht. Und ich mache die Augen zu und bin auβerhalb des Drahtes. Sie wissen nicht, dass wir alle Flüchtlinge sind.“

Anna M. Potrzeszcz

Übersetzung: Dominika Antosz (nantosz@wp.pl)


13:23, interjournalists , Texte auf Deutsch
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